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Alles Über Kaffee

EINFÜHRUNG IN DIE WELT DES KAFFEES
VORBEMERKUNG
EINFÜHRUNG
GESCHICHTE UND WISSENSWERTES
DIE KAFFEEPFLANZE
ERNTE
VERARBEITUNGSSYSTEME
PRODUKTION
KAFFEEMISCHUNGEN
KOFFEINFREIER KAFFEE
UMWANDLUNG WÄHREND DES RÖSTENS
PROFI-AUSRÜSTUNG
KAFFEEMÜHLE-DOSIERER
ESPRESSO-MASCHINE
ZUBEREITER
WARTUNG
KORREKTE ZUBEREITUNG (1)
KORREKTE ZUBEREITUNG (2)
KORREKTER EXTRAKT
MÖGLICHE FEHLER BEI DER ZUBEREITUNG
ABSCHLIESSENDE BETRACHTUNGEN



EINFÜHRUNG IN DIE WELT DES KAFFEES
Anleitungen für die korrekte Zubereitung des Espresso-Kaffees

VORBEMERKUNG
Seit Beginn unserer Aktivität legen wir Wert darauf, nicht nur Kaffeemischungen hoher Qualität anzubieten, sondern auch einen aktiven Beitrag zu deren Verwendung in Cafés, Cafeterien, usw., zu leisten, sodass zwischen der Anlieferung der Kaffeebohnen und der eigentlichen Zubereitung jeder Schritt für einen echten italienischen Espresso nachvollzogen und demnach gelernt werden kann.
In diesem Sinne werden von uns seit einigen Jahren Kurse angeboten, die die Ausbildung interessierter Personen für die korrekte Zubereitung des Espresso-Kaffees zum Inhalt haben.


EINFÜHRUNG
In einem besonderen Augenblick der Darstellung ITALIENS in der Welt bietet es sich an, einen Beitrag zur Aufwertung des italienischen Espresso zu leisten, ggf. diesbezügliche Vorurteile aus- und ihm einen korrekten Stellenwert einzuräumen.

In diesem Zusammenhang sollte zunächst berücksichtigt werden, dass Kaffee einen der ersten Plätze im Tauschwert auf dem Weltmarkt nach Erdöl und vor Getreide, Fleisch, usw., einnimmt; man bezeichnet es auch als grünes Gold, das für zahlreiche Länder der Dritten Welt den wichtigsten Exportartikel darstellt.

Italien mit ca. 4 kg Verbrauch pro Kopf befindet sich auf dem 10. Platz nach den nördlicheren Ländern Europas, Brasilien, USA, usw., während bezüglich des Werts importierten Kaffees der 4. Platz eingenommen wird. Dies beweist den äußerst wichtigen Stellenwert von Kaffee im Wirtschaftsgeschehen Italiens, wobei nicht nur Cafés und kleine Produktionsunternehmen, sondern auch Fertigungsbetriebe für Kaffeemaschinen, Kaffeemühlen-Dosierer, Röst- und Verpackungsanlagen, usw., zu nennen sind.


GESCHICHTE UND WISSENSWERTES
Über die Ursprünge des Kaffees gibt es zahlreiche Legenden. Die bekannteste erzählt von den Ziegen eines muslimischen Klosters im Jemen, die nach dem Abfressen der Blätter und Früchte eines "Bergstrauchs" anfingen, wie verrückt zu springen. Diese ungewöhnliche Reaktion erregte die Neugier der Mönche, die daraufhin mit den Früchten des Strauchs einen Aufguss zubereiteten, der sie schließlich länger wach hielt, sodass sie dem Gebet mehr Zeit widmen konnten. In Wirklichkeit geht man davon aus, dass die Ursprünge des Kaffees in Äthiopien liegen, und zwar in der Stadt Kaffa (deshalb auch der Name Kaffee).

Vor dem Anwendung für die Zubereitung eines Getränks, wie es heutzutage erfolgt, wurden die grünen Früchte gepflückt, getrocknet, geröstet, zerrieben und schließlich mit Butter und Salz zu einem Teig verarbeitet.

Die mit diesen Zutaten hergestellten Fladen dienten als Reiseverpflegung, da sie einerseits rasch den Hunger stillten, andererseits längere Zeit wach hielten, ein besonders während Kriegen geschätzter Vorteil. Ab dem Jahr 1000 etwa begannen die Araber, die Kaffee-Früchte auf andere Art und Weise zu verwenden, d.h., das Fruchtfleisch wurde nicht mehr gegessen, dagegen die Bohnen in Wasser gekocht, um insbesondere auf einen Ersatz für die vom Koran verbotenen alkoholischen Rauschmittel, z.B. Wein, zurückgreifen zu können.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Kaffee durch venezianische Kaufleute erstmals in Westeuropa eingeführt. Während des 17. Jahrhunderts verkaufte man Kaffee zunächst in den Apotheken als Heilmittel gegen zahlreiche Krankheiten, anschließend schenkte man ihn als neues Getränk in den ersten Kaffeehäusern (Venedig, Rom, Florenz) aus, die von illustren Philosophen, Schriftstellern und Künstlern frequentiert wurden.


DIE KAFFEEPFLANZE
Als Kaffeebohne bezeichnet man den Samen der Frucht (rot nach dem Ausreifen) der Coffea-Pflanze mit verschiedenen Spezies, die zur Familie der Rötegewächse zählt. Die beiden wichtigsten, heutzutage angebauten Arten sind Coffea Arabica (Arabica) und Coffea Canephora (Robusta). Auf der immergrünen Pflanze wachsen der Kirsche ähnliche Früchte, die neben dem weichen Fruchtfleisch zwei Samen (Kaffeebohnen) enthalten, welche durch eine Membran (Pergamin) und ein Silberhäutchen vom Fleisch getrennt sind. Die Pflanze weist einen Stamm von 5 - 10 cm Durchmesser auf und erreicht eine Höhe zwischen 4 und 6 m; die Blätter ähneln denjenigen des Lorbeerbaums, die Blüten können mit denen des Jasmins verglichen werden und wachsen gruppenweise an den Zweigen am Rumpf der Blätter heraus. Die Pflanze kann ein hohes Alter erreichen; in den modernen Plantagen wird sie nach drei Jahren für die Produktion eingesetzt und nach durchschnittlich 5 - 18 Jahren ausgetauscht. Die Anbaugebiete von Kaffee liegen bekanntermaßen in den tropischen Ländern in Äquatornähe zwischen 30° nördlicher und 30° südlicher Breite.

ERNTE
Für die Ernte der Kaffeebohnen sind unterschiedliche Zeitperioden in den Anbauländern zu beobachten, da die Früchte nicht alle gleichzeitig reifen und der Reifeprozess mehrere Wochen dauern kann. In der Regel erfolgt die Anwendung von zwei verschiedenen Systemen, die in der Fachsprache "picking" und "stripping" genannt werden. Beim "picking" werden nur die reifen roten Früchte per Hand gepflückt; man erhält somit ein qualitativ hochwertiges Endprodukt. Diese äußerst kostenintensive Methode erfordert auch einen höheren Aufwand aufgrund der zeitversetzten, für die Kaffeepflanze typischen Blüte- und Reifezeiten.

Die zweite Methode besteht darin, alle Früchte, ob reif oder noch grün, von den Ästen "abzureißen". Hierbei werden unweigerlich reife und unreife, d.h. gute und schlechte Früchte gemischt, und man erhält einen qualitativ unbeständigen und in der Zusammensetzung uneinheitlichen Kaffee.

In industriell fortgeschrittenen Anbaugebieten werden zudem Erntemaschinen eingesetzt, die die Zweige der Pflanzen rütteln, bis alle Früchte herunterfallen.


VERARBEITUNGSSYSTEME
Es werden zwei Systeme zur Verarbeitung/Behandlung von Kaffee unterschieden: "Feuchtverarbeitung" als Ausgangsprozess für gewaschenen Kaffee und "Trockenverarbeitung" als Ausgangsprozess für natürlichen Kaffee.

Gewaschener Kaffee: Bei den frisch geernteten Früchten wird das Fruchtfleisch entfernt, d.h., der Samen wird vom Fruchtfleisch getrennt; danach erfolgen die Aufbewahrung in Gärbehältern, das anschließende Waschen und Trocknen.

Natürlicher Kaffee: Die frisch geernteten Früchte werden in der Sonne getrocknet. Nach dem Trocknen erfolgt die Weiterverarbeitung in einer Schälmaschine oder in einem Sieb, um den Samen vom Fruchtfleisch zu trennen.


PRODUKTION
Weltweit werden unzählige Kaffeesorten, sowohl Arabica als auch Robusta, angebaut, deren Qualität von sehr schlecht bis ausgezeichnet eingestuft werden kann. Die besten Arabica-Sorten findet man in Mittelamerika (Costa Rica, Guatemala, Mexiko, usw.) und Ostafrika (Äthiopien und Kenia), die besten Robusta-Sorten in Indien und Zentralafrika (Zentralafrikanische Republik, Kamerun, Togo, usw.).
Brasilien produziert ca. 30% der weltweit angebauten Menge, wobei der Hauptanteil auf Arabica (der berühmte Santos) fällt und auch diesbezüglich sehr schlechte und ausgezeichnete Qualitäten angeboten werden; die hochwertigsten Sorten spielen eine entscheidende Rolle bei den Mischungen für Espresso, in denen sie die erforderlichen Eigenschaften hervorragend abrunden.
Für zahlreiche Kaffeesorten kann auch eine bestimmte Auswahl zusammengestellt werden, wie beispielsweise Caracolito, d.h. die Kaffeebohnen der im oberen Bereich der Pflanze reifenden Früchte, in denen nicht selten einer der Samen verkümmert und somit nur ein Samen heranwächst, dessen Form kleiner und runder ist (von daher der Name Caracolito = kleine Schnecke), der jedoch alle Eigenschaften verstärkt und demnach konzentriert aufweist. Demgegenüber kann die Auswahl auch nach der Größe der Kaffeebohne erfolgen (z.B. Maragogipe), wobei diesbezüglich vor allen Dingen ästhetische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen.


KAFFEEMISCHUNGEN
Für die Zubereitung eines typischen Espresso-Kaffees ist die Zusammensetzung der Mischungen von entscheidender Bedeutung: Der jeweilige Anteil an Arabica- und Robusta-Kaffeesorten muss hierbei korrekt bestimmt werden. Die Arabica-Kaffeesorten verleihen Aroma, feinen Geschmack und den richtigen Säuregehalt, die Robusta-Sorten dagegen vollen Geschmack, Körper, schokoladene Beschaffenheit und Cremigkeit.
Die beste Mischung für Espresso erkennt man demnach am ausgewogenen Gleichgewicht dieser Eigenschaften.


KOFFEINFREIER KAFFEE
Zum Erhalt koffeinfreien Kaffees ist ein Verfahren erforderlich, bei dem der Kaffeebohne das Koffein entzogen wird. Es können verschiedene Methoden für die Entziehung des Koffeins angewandt werden; in der Regel greift man auf das Eintauchen der Kaffeebohnen in einen Behälter zurück, welcher mit Wasser und der chemischen Substanz Dichlormethan befüllt ist. Das entzogene Koffein wird hauptsächlich für Anwendungen in der Pharma-Industrie vorgesehen.


Koffeinfreier Kaffee
Koffeinfreier Kaffee entsprechend den
Anforderungen der einschlägigen Normen der
obersten Aufsichtsbehörde Italiens für Hygiene und Gesundheit.
Koffeinanteil unter 0,10 von 100 Teilen Trockensubstanz.
(Italienische Ministerialverordnung 20-5-1976)


UMWANDLUNG WÄHREND DES RÖSTENS
Das Rösten ist ein äußerst behutsam auszuführender Verarbeitungsschritt, der unbedingt mit Heißluft (indirekte Beheizung) erfolgen muss, d.h. ohne direkt an die Bohnen schlagende Flammen und ohne Rauch der Verbrennung, welcher mit dem Produkt in Kontakt tritt, damit ein gleichmäßiges Rösten des Kaffees sichergestellt wird. Bezüglich der chemischen Umwandlungen innerhalb der Kaffeebohne während des Röstens muss man wissen, dass die Bohne Feuchtigkeit abgibt und hierbei durchschnittlich 20% des Gewichts verliert; zudem wird der Zucker, der einen Anteil von ca. 11-12 % bildet, in Karamel umgewandelt (deshalb die charakteristische dunkelbraune Farbe), und einige der ätherischen Öle drängen nach außen, wobei nach einigen Tagen der typische Tropfen zu verzeichnen ist.

Das Koffein, bei Arabica-Sorten in einem Anteil von 1 - 2,5 %, bei Robusta von 2 - 4 %, erfährt keine besonderen Veränderungen während des Röstens und wird aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit als eine der ersten Substanzen in die Espressotasse extrahiert.


PROFI-AUSRÜSTUNG
Für die Zubereitung eines typisch italienischen Espresso-Kaffees sind folgende 5 wesentliche Faktoren zu berücksichtigen:
1. ZUSAMMENSETZUNG DER KAFFEEMISCHUNG
2. KAFFEEMÜHLE-DOSIERER
3. ESPRESSO-MASCHINE
4. AUSBILDUNG DES ZUBEREITERS
5. WARTUNG

Diese 5 Faktoren sind von jeweils
gleichwertiger Bedeutung für das Endergebnis.


KAFFEEMÜHLE-DOSIERER
Diese aus Kaffeemühle und Dosierer bestehende Vorrichtung dient zum Mahlen des Kaffees und zur Abgabe der korrekten Menge des Kaffeepulvers in den Filter. Sie besteht aus einem Trichter, der die Kaffeebohnen enthält und diese zur Mitte auf die Mahlelemente führt, wobei zunächst ein Magnet passiert wird, der eventuelle Metallteilchen auffängt.

Das Mahlen gilt als der wichtigste und auch schwierigste Schritt für die korrekte Zubereitung des Espresso-Kaffees. Der Mahlvorgang wird durch ein Mahlelementenpaar ausgeführt, das durch zwei gezahnte Ringe gebildet wird und mit hoher Geschwindigkeit dreht, sodass die Kaffeebohnen zerkleinert und zu Pulver gemahlen werden. Die Elemente können in flacher Ausführung, mit unterschiedlichen Durchmessern oder in kegelförmiger Ausführung montiert werden. Bei den flachen Mahlelementen handelt es sich um zwei identische, entgegengesetzt positionierte Zahnscheiben aus gehärtetem Stahl, deren Befestigung an der Motorwelle (ein Element) und an der Gewinde-Nutmutter (das andere Element) erfolgt. Die kegelförmigen Mahlelemente weisen unterschiedliche Formen auf. Das erste ist stumpf-kegelförmig und an der Motorwelle montiert; das zweite weist eine zylindrische Außenform auf, ist innen umgedreht stumpf-kegelförmig und an der Gewinde-Nutmutter befestigt. Der wesentliche Unterschied zwischen den Mahlelementen besteht darin, dass die flachen eine Drehzahl von ca. 900-1.200 1/min aufweisen und somit eine Überhitzung des Kaffees hervorrufen können; die kegelförmigen Elemente drehen mit 500 1/min, wodurch das Problem der Überhitzung praktisch ausgeschlossen werden kann. Die Montage der Kaffeemühlen-Dosierer mit flachen oder kegelförmigen Elementen sind von den Anforderungen des Cafés / der Cafeteria und vom Arbeitsaufkommen zu bestimmten Zeitpunkten des Tages abhängig.

Von entscheidender Bedeutung ist der Dosierer, der nicht nur den gemahlenen Kaffee enthält, sondern auch die in den Filter abzugebende Menge bestimmt, welche über den vorgesehenen Mechanismus eingestellt werden kann.


ESPRESSO-MASCHINE
Nachdem die Kaffeebohnen in der Kaffeemühle auf die korrekte Pulvergröße gemahlen und die optimale Menge durch den Dosierer bestimmt wurden, kommt die Espresso-Maschine zum Einsatz.

Für die Zubereitung des Espresso-Kaffees sind Temperatur und Wasserdruck der Maschine zwei der wichtigsten Größen.

Als wesentliche Bestandteile der Espresso-Maschine sind neben dem Außengehäuse der Boiler, die Verdrängerpumpe, die Gruppen, die Hähne für Dampfstrahl und Heißwasser, die Druckmesser, usw., zu nennen.

Der Boiler wird durch einen Heizwiderstand bzw. eine gasbetriebene Anlage versorgt und besteht aus einem Tank, in dem sich das Wasser und der Dampf befinden. Im Boiler ist ein Wärmetauscher installiert, d.h., das direkt aus dem Netz eingespeiste Wasser wird durch den Betrieb des Wärmetauschers auf die für die Vorbereitung des Espresso-Kaffees erforderliche Temperatur erwärmt. Die Einstellung der Temperatur erfolgt über den Druckwächter.

Die Verdrängerpumpe ist dem Wärmetauscher vorgeschaltet und dient zur Herstellung eines Wasserdrucks von ca. 9 bar. Für die Einstellung des Drucks ist eine Mutter oder Schraube am Pumpenelement entsprechend zu betätigen.

Die Kontrolle der beiden genannten Größen wird durch die Druckmesser an der Maschine gewährleistet.

Zudem ist der Füllstand des Wassers im Boiler stets an der hierzu vorgesehenen Anzeige zu überprüfen; sie besteht aus einem Glaskolben, dessen Enden mit dem Boiler in Verbindung stehen, und ermöglicht die exakte Feststellung der enthaltenen Wassermenge. Der angezeigte Füllstand muss stets zwischen Minimum und Maximum liegen.

Die Filter werden durch zylindrische Behälter gebildet, die die entsprechende Menge gemahlenen Kaffees für 1 bzw. 2 Tassen enthalten. Der Auslauf besteht aus einem kleinen runden Netz, das an der Gruppe der Maschine angeschlossen ist. Als Standardzubehör wird der Wasserreiniger installiert, der synthetische Harze für das Auffangen krustenbildender Substanzen im Wasser enthält und somit dessen Reinigung und Entkalkung bewirkt. Der Reiniger wird zwischen Wassernetzleitung und Espresso-Maschine eingebaut.


ZUBEREITER
Die Professionalität des Zubereiters zeigt sich in der korrekten Ausführung aller erforderlichen Schritte für den Espresso-Kaffee. Neben der Einstellung des Mahlens, die je nach Feuchtigkeit der Umgebung mehrmals pro Tag verändert werden kann, sind die korrekte Menge und das geeignete Anpressen des Kaffeepulvers in der Aufnahme des Filters zu bestimmen.

Die Zubereitung kann als gelungen betrachtet werden, wenn als Ergebnis eine Menge von 25 bis 30 cm3 Getränk in einer Zeit von 25 bis 30 Sekunden vorliegt.


WARTUNG
Zum Erhalt eines "perfekten Espresso-Kaffees" müssen nicht nur alle Faktoren den Anforderungen entsprechen, sondern die Teile, die mit dem Getränk in Berührung kommen, entsprechend gewartet werden, d.h., deren regelmäßige, programmierte Überprüfung und Instandhaltung sind zur Gewährleistung der einwandfreien Funktionstüchtigkeit gemäß dem vorgesehenen Standard sicherzustellen.
Die Kaffeemühle mit Dosierer muss stets effizient und störungsfrei funktionieren, um eine optimale Vorbereitung des Espresso-Kaffees zu garantieren.
Wöchentliche Reinigung
Die Kaffeereste können oxidieren (durch Mischung mit frischem Produkt) und dem Getränk einen unangenehmen Geschmack von ranzigem Öl verleihen. Aus diesem Grund ist der Trichter mit Wasser auszuspülen und anschließend gut zu trocknen; im Dosierer sind neben der Reinigung des Glaseinsatzes auch die Zellen für die Bestimmung der Kaffeemengen zu säubern, wobei insbesondere auf die Ecken zu achten ist, sodass stets die vorgesehene Menge unverfälscht dosiert wird.
Monatliche Reinigung
Einmal monatlich sind die Überprüfung der Mahlelemente zur Feststellung eventueller Verschleißerscheinungen und ggf. deren Austausch durchzuführen. Bei der Verwendung abgenutzter Mahlelemente ist Bodensatz in der Espressotasse nicht auszuschließen.
Die Espresso-Maschine ist regelmäßig einer Reihe von Reinigungs- und Wartungsarbeiten zu unterziehen, um deren Funktionstüchtigkeit auf Dauer zu gewährleisten.
Tägliche Reinigung
Gruppe:
Dichtung und Auslauf mit einer kleinen Bürste reinigen; für das Spülen jeder Gruppe den Blindfilter in die Filterhalterung einsetzen, einen kleinen Löffel Entfetter (Pulicaf oder Bikarbonate) hinzufügen, die Filterhalterung an der betreffenden Gruppe einsetzen und den Betrieb starten.
Filter und Filterhalterungen:
Filter durch Anhebeln am Rand mit einer Klinge aus der Filterhalterung lösen, sorgfältig spülen und im Gegenlicht überprüfen, ob alle Löcher im Filter frei sind. Die Bohrung für den Auslauf des Kaffees aus der Filterhalterung mit einem Schraubenzieher reinigen. Filter wieder in die Filterhalterung einsetzen und hierbei sicherstellen, dass der Filter-Feststellring in die vorgesehene Aufnahme eingefügt wird.
Dampfstrahler:
Dampfstrahler in einen Behälter mit warmem Wasser (ggf. aus dem Boiler der Maschine) eintauchen und einige Minuten eingetaucht lassen, bis die Rückstände von Milch oder sonstige Substanzen problemlos mit einem Schwamm entfernt werden können.
Gitter und Tassenablage:
Gitter und Tassenablage entnehmen und sorgfältig unter laufendem Wasser spülen, um insbesondere eventuelle Verkrustungen zu entfernen.
Monatliche Reinigung
Es empfiehlt sich, das Wasser im Boiler mindestens einmal im Monat vollständig auszuwechseln, sodass stets sauberes Wasser zur Verfügung steht.
Wasserreiniger
Wöchentliche Reinigung
Bei vorliegender Installation eines manuellen Wasserreinigers ist einmal wöchentlich eine Regeneration der Harze unter Verwendung gewöhnlichen, in Wasser gelösten Grobsalzes vorzunehmen, um stets einen Härtegrad (französische Skala) von 2 bis 5 zu gewährleisten. Ist ein automatischer Wasserreiniger installiert, müssen neben der entsprechenden Programmierung die Kontrolle des Salzfüllstands und die regelmäßige Aktivierung der Vorrichtung sichergestellt werden.

Es ist in diesem Zusammenhang stets zu berücksichtigen, dass mit einer unzureichend gewarteten Espresso-Maschine kein qualitativ hochwertiger Espresso zubereitet werden kann, auch wenn man hervorragende Kaffeemischungen verwendet.


KORREKTE ZUBEREITUNG (1)
Zusammenfassende Übersicht zur Kontrolle der korrekten Zubereitung des
ESPRESSO-KAFFEES

Unter Berücksichtigung der Parameter in "Korrekter Extrakt" muss der Austritt des Kaffees am Auslauf der Hähne der Filterhalterung kontinuierlich erfolgen (vergleichbar mit dem Ausgießen von Speiseöl), d.h. der Kaffee darf weder tropfen noch zu rasch nach unten fließen.


KORREKTE ZUBEREITUNG (2)
Geschmack und Aussehen nach korrekter Zubereitung des
ESPRESSO-KAFFEES


KORREKTER EXTRAKT
Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Kaffee in eine gut aufgewärmte Tasse (40-50 °C) aus weißer Keramik extrahiert wird, damit die Farbe vollständig zum Tragen kommt und die Temperatur des Kaffees korrekt gehalten wird; zudem muss die Tasse einwandfrei getrocknet sein. Es empfiehlt sich die Verwendung von Espressotassen mit kegelförmiger Innenform, d.h., die sich vom oberen Rand nach unten verjüngen, sodass das Umrühren und der anschließende Genuss so wenig wie möglich behindert werden.

MÖGLICHE FEHLER BEI DER ZUBEREITUNG
Bei der Zubereitung des Espresso-Kaffees sind Fehler nicht auszuschließen, die jedoch durch geeignete Maßnahmen vermieden werden können:

Kaffeecreme sehr hell: Überprüfen, ob der Kaffee ggf. zu grob gemahlen wird, die Menge unzureichend oder die Temperatur zu niedrig ist, der Wasserdruck über 10 bar liegt.

Kaffeecreme sehr dunkel: Überprüfen, ob der Kaffee ggf. zu fein gemahlen wird, die Menge oder die Temperatur zu hoch ist, der Wasserdruck unter 8 bar liegt, Filter oder Filterhalterungen möglicherweise verstopft sind.

Keine Bildung der Kaffeecreme: Extrahieren des Getränks zu lang oder zu schnell, Temperatur zu hoch.

Bodensatz in der Tasse: Überprüfen, ob die Mahlelemente der Kaffeemühle einen tadellosen Zustand aufweisen, der Kaffee ggf. zu fein gemahlen wird, die Temperatur der Maschine zu hoch ist, der Druck der Pumpe über 10 bar liegt, nachdem der Filter bereits kontrolliert und die Reinigung der Filterhalterung ausgeführt wurde.

Fehler, die möglichst zu vermeiden sind: Gemahlener Kaffee verbleibt zu lange im Dosierer: Lagerung des Kaffees in übermäßig erwärmten, zu kalten oder feuchten Bereichen: Verwendung des kurz zuvor angelieferten Kaffees (insbesondere im Winter und Sommer), Verwendung einer zu geringen Menge Wasser für die Zubereitung des Espresso-Kaffees


ABSCHLIESSENDE BETRACHTUNGEN
Als Ergebnis der Ausführungen kann festgestellt werden, dass eine Tasse Espresso-Kaffee kein zufälliges Produkt ist, sondern das Resultat der Fertigkeit und Professionalität von Produzent und Zubereiter.

ESSSE CAFFE’, erstes zertifiziertes Unternehmen der Branche gemäß den Vorgaben der internationalen Norm UNI EN ISO 9002 - auch in Bezug auf die den Vertrieb begleitenden Service-Leistungen, zeichnet sich seit den Anfängen durch die professionelle Ausbildung und Sensibilisierung der Mitarbeiter der Vertriebsorganisation aus.

Die Kaffeemischungen sind das Ergebnis der Familientradition und moderner, ausführlicher Forschungen in Zusammenarbeit u.a. mit den Instituten der Lebensmitteltechnologie der Universität Bologna bzw. Udine und werden somit den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht.

Die Mitarbeiter der Vertriebsorganisation erhalten eine hochqualifizierte Ausbildung nicht nur im technischen, sondern auch im kommerziellen Bereich. Die entsprechenden Kurse in der Firma dienen dazu, die vorgesehenen Instrumente zur Kontrolle der gesamten Ausrüstung beim Kunden einzusetzen und die Bedingungen zur Ausführung der verschiedenen Vorgänge zu testen: Mahlen, Dosierung, Temperatur, Wasserdruck und Härtegrad, Zubereitung, Service.

Zweck dieser ausführlichen Vorbereitung jedes Mitarbeiters ist die Qualifikation für einen flexiblen Einsatz, sollte einer der oben genannten Vorgänge nicht korrekt erfolgen, sodass der Betreiber Zeit und Geld einspart und vor allen Dingen einen Espresso-Kaffee zubereitet, der diese Bezeichnung tatsächlich verdient.






 
 
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Letzte Aktualisierung: 21/03/2013